LÄNDLICHE RESTAURANTS UND GUTSHÖFE Noch wurde keiner geboren, der in Slawonien und Baranja nicht satt wurde
In den ländlichen Restaurants brodelt es Topf, Kessel oder irdenem Krug – Essen, das sowohl Magen als auch Seele nährt.
Noch wurde keiner geboren, der in Slawonien und Baranja nicht satt wurde. Hier mangelt es weder an Fülle noch an intensiven Geschmäcken, und noch kleiner ist die Möglichkeit, sich über die Bescheidenheit der Portionen zu beklagen – besonders in ländlichen Gasthäusern. Diese rühmen sich der traditionellen Atmosphäre, erprobten Rezepte und liebevoll zubereiteten Speisen, die unter freiem Himmel in Töpfen, Kesseln oder irdenen Gefäßen gekocht werden. Die weiträumigen Höfe und Gehöfte nähren Körper und Seele gleichermaßen.

Baranja
Wenig Regionen haben so viele ländliche Restaurants wie Baranja! Sobald Sie die Draubrücke überqueren, erwartet Sie auf der rechten Seite die „Čarda kod Baranjca“. Außer dem obligaten Fischpaprikasch und Wels-Pörkölt bietet man hier auch gebratenen, frittierten und geräucherten Fisch in mehreren Varianten an.
Fährt man die Straße in Richtung Bilje weiter gelangt man zur am alten Flusslauf der Drau liegenden legendären „Čingi-lingi čarda“. Obwohl sie heute in neuem Gewand erscheint, hat sie ihre gute Stimmung und das namensgebende Glöckchen bewahrt. Außer klassischen Fischdelikatessen hat das Restaurant ein reichhaltiges Angebot an Fleischspezialitäten – vom schwarzen slawonischen Schwein über Gulasch bis zu Steaks.
Im Ort Bilje finden Sie auch das Familienrestaurant „Kod Varge“, mit einer Tradition von über einem halben Jahrhundert. Auf der Speisekarte stehen klassische Eintöpfe aus der Baranja-Küche – besonders bekannt ist das Gericht mit im Ofen gebackenem Hecht und Knoblauch.

Nach einem Spaziergang oder einer Bootsfahrt durch das Naturreservat Kopački rit findet man im „Didin konak“ in Kopačevo die perfekte Stärkung. Das charmante Gut eignet sich ideal für ein Familienessen – es beherbergt auch einen Weinkeller und Gästeapartments. Kosten Sie die Griebenpastete und Froschschenkel, genießen Sie das klassische Dreiergespann: Karpfen, Zander und Wels.
Rustikales Ambiente erwartet Sie auch in der „Citadela“ in Vardarac. In dem Hof schaukeln die Kessel, doch die Köstlichkeit sind hier die Gerichte von dem slawonisch-syrmischen Podolac-Rind – eine Rinderrasse, die das Restaurant auf dem eigenen Gehöft vor dem Aussterben rettete. Sehr empfehlenswert: der Pörkölt!
Sind Sie schon in Vardarac, lohnt sich ein Besuch im Familienrestaurant „Darocz“. Neben Fisch-, Wild- und Fleischgerichten bietet es auch Besonderheiten aus der ungarischen Küche der lokalen Minderheit – darunter außergewöhnliche Speisen wie Hahn-Pörkölt aber auch Pörkölt aus Hahnhoden.

Eines der bekanntesten Restaurants ist sicherlich „Baranjska kuća“ im Ethnodorf Karanac. Im Hof werden alte Handwerkgeräte ausgestellt („Straße der vergessenen Zeit“), und genauso großen Wert legt man auf traditionelle Zubereitung: Brot wird im Lehmofen gebacken, Bohnen im Tontopf gekocht, Karpfen am Spieß über offenem Feuer geräuchert und die Desserts wecken Erinnerungen an die Kindheit – wie mit hausgemachter Marmelade gefüllte Teigtaschen.
Ganz im Norden Baranjas liegt die berühmte „Kovač čarda“, besonders bekannt für ihren Fischpaprikasch sowie Pörkölts aus Flussfischen und Froschschenkeln. Karpfengrieben – eine Delikatesse, die hier erstmals auf der Speisekarte stand – sind ein Muss.
Sie sind die letzten aber nicht weniger wichtig (ganz im Gegenteil): das Restaurant und Winzerei „Josić“ in Zmajevac, in der „Straße der Weinkeller“. Die geräumigen „Gator“ Weinkeller dieses Restaurants und der Winzerei sind ein Ort wo die Tradition der Innovation und einer modernen Präsentation in den flinken Händen eines kreativen Küchenchefs begegnet. Beim Wein fällt die Wahl leicht: Das Weingut Josić ist für Weiß-, Rot- und Roséweine gleichermaßen bekannt.
Unweit von Zmajevac liegt das Dorf Batina mit dem dortigen Restaurant und Gästehaus „La Vida Panorama“, von dem aus man einen wunderschönen Blick auf die Alte Donau, ihre Auenwälder und die Weinberge der Baranja von der kroatischen und ungarischen Seite hat...

Slawonien
Das bekannteste ländliche Restaurant Slawoniens ist „Crna svinja“ (Das schwarze Schwein) in Čepin bei Osijek. Trotz der ländlichen Lage ist es für moderne Spezialitäten von der heimischen schwarzen Schweinerasse berühmt. Im Rahmen des Terra Negra Country Clubs verbindet dieses Restaurant traditionelle Zutaten mit internationalen Rezepturen zu einer stilvollen modernen Küche.
„Ribnjak“ bei Našice, mit über hundertjähriger Tradition, bietet weit mehr als nur Kulinarik. Es ist für Fischdelikatessen aus eigenen Fischteichen, aber auch für perfekt gereifte Steaks spezialisiert. Das Restaurant bietet auch Übernachtungen und Sportmöglichkeiten.
Am Ufer der Donau in Dalj liegt das Restaurant „Stari mlin“ (Alte Mühle). Bei großzügigen Portionen geben dort Freitags und Samstags die feinen Saiten der Tamburizza den Takt an.
Erwähnen wir auch noch zwei Restaurants in Aljmaš: das Restaurant „Vikend“ direkt an der Donau beim Wallfahrtsort der Muttergottes von Aljmaš und die „Konoba Aljmaš“ in der Nähe. Beide servieren klassische slawonische Spezialitäten wie Čobanac, Fischpaprikasch sowie gebratenen und gebackenen Donaubarsch.

Kulinarisches ABC
B
Baranjska kuća - www.baranjska-kuca.com
C
Citadela - www.citadela.com.hr
Crna svinja - www.terranegra.hr/restoran
Č
Čarda kod Baranjca - www.cardakodbaranjca.eatbu.hr
Čingi-lingi čarda - cingi-lingi-carda.eatbu.com
D
Darocz - www.darocz.com
Didin konak - www.didinkonak.hr
J
Josić - www.josic.hr/restoran
K
Kod Varge - www.kod-varge.hr/varga
Konoba Aljmaš
Kovač čarda - www.kovaccarda.eatbu.com
L
La Vida Panorama - www.lavidapanorama.com
R
Ribnjak Našice - www.nasicki-ribnjaci.hr
S
Stari mlin - www.restoranstarimlindalj.eatbu.hr
V
Vikend Aljmaš
Text: Veronika Završki und Mislav Matišić