GENIESSEN SIE NAŠICE WIE DER ADEL Die adelige Familie Pejačević hat sich nicht geirrt – Sie auch nicht
Entdecken Sie in Našice die Geheimnisse des Schlosses Pejačević, reisen Sie mit den Tempelrittern ins Mittelalter und stoßen Sie in der Gegenwart mit erstklassigen Weinen aus Feričanci an...
Besuchen Sie Našice und genießen Sie es wie Adelige – lernen Sie hier den slawonischen Adel kennen: seine Titel, sein Erbe und seine Lebensweise. Denn dies ist die Stadt der adeligen Familie Pejačević, die gerade hier bewiesen hat, dass kroatische Adlige nicht nur Ländereien, Titel und endlose Wälder besaßen, sondern auch ein feines Gespür dafür, wo man ein Zuhause errichten, leben und bewirtschaften kann – wo wirtschaftliche und gesellschaftliche Macht aufbauen.

Ein Schloss - ein Museum
Noch vor knapp 200 Jahren war das heutige Große Schloss Pejačević ein Bau von bescheidenen Maßen mit strengen klassizistischen Linien. Mit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufstieg der Pejačevićs wuchs auch das Schloss. Zuerst wurde es zu Ende der 60er Jahren des 19. Jahrhundertes gründlich umgestaltet, so wurde der „strenge Klassiker“ zum verspielten Neobarock, einige würden sogar sagen, zu einem echten historizistischen Bauwerk. Mansarden, Giebel, Kuppeln und Balustraden, Kränze und Stuck – all das wurde Teil des Großen Schlosses.
Das Schloss war das Heim für mehrere Generationen der Familie Pejačević, die von 1734 bis zum Zweiten Weltkrieg hier weilten, die Stadt dann verließen und eine unauslöschliche Spur im wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben hinterließen. Im Inneren des Schlosses betreten Sie die Vergangenheit, von welcher das kürzlich renovierte Heimatmuseum erzählt, im Außenbereich genießen Sie einen Spaziergang durch den harmonischen Park mit einer Menge von Pfaden, einem Teich, einem Kaskadengarten und dem Kleinen Schloss.
Durch das Schloss/Museum schreitend folgen Sie auch den Spuren der ersten kroatischen Komponistin der Moderne Dora Pejačević (1885–1923). Für den Adel war sie eine Gräfin, für die Musik der Moderne eine künstlerisch feinfühlige Seele, deren zärtlichste Sonaten für Klavier, Violine und Cello heute zu den größten Schätzen des kroatischen Musikerbes gehören.

Zuflucht für Geistigkeit und Glaube
Vom Turm des Schlosses reicht der Blick zu einer charmanten Stadt und weitere Sehenswürdigkeiten, wie das nahe Stadtzentrum: die prächtige Villa Gröger, heute Sitz der Stadtbibliothek, sowie das Komplex des Franziskanerklosters mit der Kirche des hl. Antonius von Padua. Das ist ein Zufluchtsort der Geistigkeit. Die Franziskaner kommen schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts hierher. Der Überlieferung besagt, dass die Kirche und das Kloster daneben von dem Volke dieser Gegend erbaut wurde. Die Kirche stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Von dem gotischen Stil wurde sie jedoch Anfang des 18. Jahrhunderts zum barocken Stil umgestaltet, ein hoher Glockenturm wurde daneben erbaut und das Kloster erhielt sein heutiges Aussehen und war im 18. und 19. Jahrhundert ein bedeutender Mittelpunkt des pastoralen, bildenden und künstlerischen Lebens. Heute ist die Kirche eine Schatzkammer der Kunstwerke, darunter heben sich barocke Skulpturen und Gemälde hervor, hier befindet sich auch die kostbare barocke Orgel. Bemalt ist sie mit Fresken und auch Farbglasfenster wurden eingebaut.
Našice erleben
Lernen Sie Našice auch bei einem Spaziergang durch das charmante Stadtzentrum kennen. Genießen Sie einen Kaffee in einem der Cafés, ruhen Sie sich auf einer Bank aus, besuchen Sie und unterstützen Sie durch Einkauf die lokalen Produzenten, landwirtschaftliche Familienbetriebe (OPG), Läden und Handwerke.

Auf den Spuren der Tempelritter
Wagen Sie auch, dem Weg der Tempelritter zu folgen: In unmittelbarer Nähe von Našice besuchen Sie Martin und die seit acht Jahrhunderten bestehende Kirche des hl. Martin, die einzige erhaltene Tempelritterkirche Kroatiens. Besuchen Sie diesen Ort im Mai, wird das Erlebnis noch vollkommener, weil in diesen Tagen in Martin die bekannte Veranstaltung „Našička viteška priča“ (Die Rittergeschichte von Našice) stattfindet. Auch die alte Festung Bedemgrad wird Sie ins mittelalterliche Leben entführen. Ein Besuch der Festung lässt sich wunderbar mit einer Wanderung durch die Umgebung von Našice verbinden.
Krndija, einer der slawonischen Berge, bietet zudem zahlreiche Radwege an, die auch andere Standorte „umarmen“, unter ihnen auch den Ausflugsort und den See Lapovac. Besuchen Sie auch die Fischteiche von Našice, die zu den größten Kroatiens gehören, sowie das Restaurant Ribnjak, dessen Tradition bis in das Jahr 1905 reicht. Belohnen Sie Ihren Gaumen im Ribnjak mit Fisch- und anderen Spezialitäten, werktags von 10 bis 22 Uhr, sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Enosophia – die Weisheit des Weins
Nach einem feinen Fischgericht verwöhnen Sie Ihren Gaumen weiter mit ausgezeichneten Weinen aus dem nahe gelegenen Weinbaugebiet Feričanci. In ein Wort gefasst: Feravino – Winzerei Enosophia. Im Mittelpunkt dieses Weingebietes wird schon seit Generationen der bekannte und anerkannte Wein aus der berühmten roten Sorte Blaufränkisch erzeugt. Altes Wissen und Weintraditionen werden hier von einer Reihe kleiner Winzer und einer großen Winzerei bewahrt – ein alter Weinkeller aus dem fernen 1804 und ein neuer aus dem Jahr 2020. - Tradition und neue Technologien Hand in Hand. Unter dem Namen Enosophia – „Weisheit des Weines“ – werden diese zwei Jahrhunderte in neuem Kleid präsentiert.
Diese Wein-Toristische Geschichte umfasst auch den gastronomischen Genuss im Restaurant „Goveđa glava“ an dem gleichnamigen Weinstandort. Inmitten des Weingartens verspricht er unvergessliche gatronomische Erfahrungen der Geschmacke und Düfte in idylischen Umgebung.
Zum Abschluss dieser öno-gastronomischen Geschichte möchten wir Ihnen ein Heritage-Hotelprojekt vorstellen, genauer gesagt die Rekonstruktion des alten Herrenhauses Mihanović, zusammen mit einem Weingut und einem nahegelegenen Pferdestall Feričanci und Reitclub Nexe, in dem zahlreiche Reit-, Sport- und Tourismusveranstaltungen stattfinden.
Text: Suzana Župan und Luka Jakopčić